OL Ost 2: Die Erste kämpft und muss dennoch absteigen
Ausgangslage
Am letzten Doppelspieltag der Saison in Chemnitz standen wir nach der etwas überraschenden und vor allem größtenteils selbstverschuldeten Niederlage gegen SF Barnim unter Zugzwang. Uns erwartete mit Eiche Reichenbrand am Samstag ein nominell deutlich stärkeres Team, am Tag darauf mit USG Chemnitz ein weiteres Team, welches um den Ligaverbleib bangen musste.
Durch den Ausfall von Valentin gingen wir zusätzlich geschwächt aber nicht ohne Optimismus in die Partien und früh zeichnete sich ab, dass gegen Reichenbrand tatsächlich etwas zu holen sein würde. Kurz zur Ausgangssituation: Wir rechneten uns mit einem 4:4 am Samstag sowie einem Sieg gegen Chemnitz gute Chancen auf den Klassenerhalt aus, waren dafür aber auf „normale“ Ergebnisse in der Parallelstaffel angewiesen, wo noch die halbe Liga gegen meist stärkere Gegner um den Klassenerhalt kämpfte. Denn durch die zusätzlichen Absteiger aus den höheren Ligen muss diese Saison auch der staffelschwächere Drittletzte in die Landesliga absteigen.
Überraschung gegen Reichenbrand
Zurück zum Duell mit Reichenbrand: Nach einem soliden Schwarzremis von Leon, einer relativ chancenlosen Niederlage von Christoph gegen den Topscorer/FM der Reichenbrander, sowie dem Sieg mit Schwarz von Christian zeichnete sich ein enges und umkämpftes Match ab. Der Gegner von Volker opferte in der Eröffnung wohl nicht ganz korrekt die Dame gegen drei Leichtfiguren und fand sich nach einer Folge wilder Verwicklungen in einem Turmendspiel mit zwei Minusbauern wieder, welches Volker zum Sieg führen konnte. Nachdem sich Hans-Jürgen mit knapper Zeit dem druckvollen Spiel seines jugendlichen Gegners beugen musste, brachten uns Andreas und Ralf mit beeindruckendem Sieg und Remis gegen die beiden starken IM der Reichenbrander (beide knapp 2400 Elo) wieder in Führung.

Leider konnte Rolf in der letzten Partie sein Endspiel mit Minusbauer und etwas abseits stehenden Figuren nicht zum Remis halten, so dass wir uns mit dem vor Beginn erhofften 4:4 begnügen mussten.
Niederlage gegen Chemnitz
Beim Griechen um die Ecke wurde zum Abendessen neuer Mut gefasst, denn in der Parallelstaffel gingen bis auf ein Spiel alle Ergebnisse „gut“ für uns aus, so dass dort weiterhin drei Teams mit 5 MP verblieben und jeweils stärkere Gegner in der letzten Runde auf diese warteten. Für uns bedeutete das: Direktes Duell mit Chemnitz gewinnen und hoffen, dass maximal eines der drei Teams punktet. Damit wären sogar die Brettpunkte nicht mehr wichtig.
Die Chemnitzer verloren selbst Samstag gegen SG Leipzig knapp mit 3,5:4,5 und waren damit auch rechnerisch schon abgestiegen. Dies wussten unsere Gegner aber nicht und begegneten uns von Anfang an motiviert und zäh in der Verteidigung: Gerade bei Ralf mit Raumvorteil und aktiveren Figuren, Christoph mit klassischem königsindischen Königsangriff hoffte die Mannschaft die benötigten Siege für den Klassenerhalt zu holen. Doch Ralfs Gegner stabilisierte mit knapper Zeit die Stellung und verdiente sich sein Remis, Christoph ging für den Partiegewinn maximales Risiko und hatte auch in beidseitiger Zeitnot Gewinnchancen, diese waren jedoch nicht einfach zu finden und so gelang es dem Gegner mit genauer Verteidigung das überzählige Material zurückzugeben und in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln. Christian verteidigte lange ein leicht schlechteres Endspiel, leider ohne Erfolg. Alle anderen, Andreas, Rolf, Volker, Hans-Jürgen und Leon konnten aus ihren mehr oder weniger ausgeglichenen Stellungen auch nicht mehr als Remis rausholen und so mussten wir uns am Ende mit einer 3:5 Niederlage und dem Abstieg abfinden.
Nach den Partien stellten wir fest, dass in der Parallelstaffel alle drei Abstiegskandidaten ihre Kämpfe gewinnen konnten und wir so selbst mit einem 8:0 Sieg abgestiegen wären. Die fehlenden Punkte aus dem Kampf gegen Barnim und auch SG Leipzig konnten wir nicht wieder aufholen.
Da die Zweete aktuell mit dem 4:4 gegen USV Potsdam 2 weiter auf Kurs Aufstieg ist, geht die Planung nun dahin, dass wir zwei Mannschaften für die Landesliga aufteilen müssen. Die Motivation mit der Ersten den Aufstieg und mit der Zweeten den Klassenerhalt anzupeilen, ist auf jeden Fall vorhanden!