Die Schachabteilung stellt sich vor: Uwe Kaminski

Die Schachabteilung stellt sich vor: Uwe Kaminski

Im 2. Teil unserer kleinen Interview-Serie, in der wir Mitglieder der Schachabteilung vorstellen, reden wir mit Uwe Kaminski. Er ist seit 2016 Mitglied der Schachabteilung und leitet diese seit 2023.

NULLDREI: Wie lange schlägt dein Herz schon für Nulldrei und warum?
Uwe: Ich wohne seit Beginn der 2000er in Babelsberg und bin seit 2006 regelmäßig in der Nordkurve im Stadion. Die Stimmung und der Humor dort hatten es mir angetan. Und Stimmung ist ja auch heute noch. Inzwischen bin ich mit meiner Tochter gern auch mal bei Auswärtsspielen dabei und feuere die Mannschaft (fast) immer lautstark an.

NULLDREI: Und seit wann Interessierst Du Dich für Schach?
Uwe: Als Kind spielte ich nur hin und wieder und hatte ein tolles Schachbuch: ‚Schach macht Spaß‘ von Bodo Stark. Ehrlicherweise habe ich dieses Buch aber erst, während meines Studiums mal genauer angeschaut und fand es prima für den Einstieg. Später fand ich es faszinierend, auf dem Weg ins Büro nach Berlin Blitzschach direkt in der S-Bahn spielen zu können. Als ich einige Jahre später erfuhr, dass mein Lieblingsverein jetzt auch Schach anbietet, musste ich mir das aus der Nähe anschauen. Das war 2016, die Zeit, in der ich wirklich anfing, Schach zu spielen. Ich bin jedoch eher ein durchschnittlicher Schachspieler, vor allem im Vergleich zu vielen der anderen Schach-Nulldreier*innen.

NULLDREI: Was magst du am Schach und gibt es Parallelen zum Fußball?
Uwe: Ein normales Schachspiel dauert gern einmal 4 bis 5 Stunden. Ohne die Wettkampf-Partien würde ich mich wahrscheinlich nur sehr selten so lange darauf einlassen. Ich mag es, während dieser Zeit die Konzentration hoch halten zu müssen. Geht eine Partie verloren, so ist dies dennoch oft motivierend, weil man oft viel aus den eigenen Fehlern oder denen des Gegners lernen kann. Fußball kenne ich ja eher aus Sicht des Supports und finde es toll, 90 Minuten lang, wie in einem Tunnel zu sein und die Mannschaft anzufeuern. Das fühlt sich auch gern mal an wie ein Turm-Endspiel!

NULLDREI: Inzwischen leitest du ja die Schachabteilung. Welche Aufgaben sind damit verbunden?
Uwe: In den letzten Jahren gelang es, die Abteilung nach einem Ausflug in die Berliner Schachwelt wieder fest im Landeschachbund zu verankern. Das war auch Voraussetzung für eine ‚Fusion‘ mit Empor Potsdam, einem der beiden Brandenburger Vereine in den höheren Spielklassen. Seit zwei Jahren wächst die Abteilung stark, ist als Ausrichterin eigener Turniere aktiv und repräsentiert den Verein bei Gelegenheiten wie dem Toleranz-Fest mit. Es gibt jede Menge Verwaltungsarbeit und eigentlich immer etwas zu tun. Dabei helfen sehr viele Mitglieder bereits mit. Ich selbst würde die Arbeit gern noch effizienter verteilen und habe mir vorgenommen, Sponsoring-Partner*innen zu finden, die z.B. bei Wettbewerben Teilnehmende unterstützen.

NULLDREI: Was sind die sportlichen Ziele der Schachabteilung für die kommende Saison?
Uwe: In unserer Ersten Mannschaft sollen verstärkt auch starke jüngere Spieler*innen eingesetzt werden. Wir erwarten einen spannenden Kampf um den Klassenerhalt. Die Zweete ist frisch in die Landesklasse aufgestiegen und könnte sogar einen Durchmarsch in die Landesliga anpeilen, während unsere Dritte in der Regionalliga mit etwas Glück ebenfalls um den Aufstieg spielen könnte. Darüber hinaus spielt der SVB mit drei 4er-Teams in der Havellandliga, was insbesondere für unseren Nachwuchs Gelegenheiten schafft, sich im Wettkampf auszuprobieren. Außerdem wollen wir in den Mannschaftswettkämpfen für Kinder und Jugendliche (U-Bereich) auf Landesebene antreten.

Dieser Beitrag erschien auch in Stadionheft beim Fußballspiel gegen den Greifswalder FC am 27. August 2025

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