Von Überraschung im Abstiegskampf bis ‚Grauen in Nauen‘ – Nikolauswochendsschach

Von Überraschung im Abstiegskampf bis ‚Grauen in Nauen‘ – Nikolauswochendsschach

Erste: Doppelspieltag in Leipzig

SC Einheit Bautzen – SV Babelsberg 5:3

Am Samstag gegen den Aufsteiger Bautzen, ein sehr junges und motiviertes Team, war für uns nichts zu holen. Andreas Penzolds am 1. Brett konnte seinem Gegner in der Französischen Eröffnung zwar die Bauernstruktur am Königsflügel zerstören und hatte vielleicht kleinere Möglichkeiten in Vorteil zu kommen, aber am Ende ein Remis als logisches Ergebnis.
Valentin Udelnov überraschte seinen ebenfalls jugendlichen Gegner bereits früh in der Eröffnung und setzte die bessere Eröffnungskenntnis in Bauern- und Partiegewinn um. Volker Bachmann schaffte es im Mittelspiel einen Turm seines Gegners an den Rand des Brettes passiv zu stellen. Damit konnte am Damenflügel Materialgewinn forciert werden, wobei immer mit genauem Spiel gleichzeitig alle Mattdrohungen des Gegners zum Sieg für Volker abgewehrt wurden.
Hans-Jürgen Piersig hatte zwar aus der Eröffnung freie Figurenentwicklung und der gegnerische König stand etwas luftig, wirklich konkrete Ideen zu Vorteil ließen sich aber nicht finden, so auch hier ein gerechtes Remis. Bei Ralf Schöne, Rolf Trenner, Christoph Jablonowski und Fabian Hinkel waren die Gegner mehr oder weniger die verdienten Sieger, was Bautzen den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel bescherte.

SV Babelsberg – Forster SC 4:4

Am Sonntag hatten wir mit Forst den letztjährigen Zweitplatzierten und nominell diese Saison mit Altmeister GM Rainer Knaak verstärkt einen der Favoriten für den Aufstieg als Gegner. Lange Zeit sah es hier auch so aus, als ob ein Mannschaftspunkt in weiter Ferne sein würde, doch gegen Ende kippten zwei Partien nach Fehler der Forster für uns zum Sieg und Remis, so dass wir wie durch ein Wunder und nicht ganz verdient noch ein im Kampf um den Klassenerhalt wichtiges 4:4 feiern durften.

FM Andreas Penzold und GM Rainer Knaak am Spitzenbrett
FM Andreas Penzold und GM Rainer Knaak am Spitzenbrett


Christoph Jablonowski kam mit Vorteil aus der Eröffnung, ließ dann aber im Königsangriff ein Dauerschach des Gegners zu, welches dieser auch gab und die Partie endete Remis. Hans-Jürgen Piersig verbrauchte in der Eröffnung sehr viel Zeit und stand vermutlich eine Zeit lang klar schlechter, jedoch wendete sich das Blatt als beide Spieler zur 1. Zeitkontrolle schneller spielten, so dass der unsichere weiße König uns den ersten Partiegewinn brachte. Kurz danach gewann Ralf Schöne überzeugend, ebenfalls im Angriff auf den weißen König zum Sieg und zwischenzeitlichen 2,5:2,5.
Die letzten drei Partien zogen sich dann sehr lange hin. Andreas Penzold musste sich am Ende nach zäher Verteidigung dem Druck von GM Knaak beugen. Doch dann geschah das Wunder. Fabian Hinkel hatte seine lange Zeit ausgeglichene Stellung zur 1. Zeitkontrolle eingestellt, doch sein Gegner revanchierte sich und musste Dauerschach zum Remis geben. Nun lief nur noch die recht ausgeglichene Partie von Rolf Trenner, und tatsächlich gelang es Rolf mit einem kleinen taktischen Trick bei beiderseits knapper Zeit die Oberhand und kurz darauf eine Figur zum Sieg gewinnen. Damit 4:4 und ein Mannschaftspunkt, der im Kampf um den Klassenerhalt sehr wichtig gewesen sein dürfte. In der Tabelle steht der SV Babelsberg nun auf Platz 5 (von 10).
(Spielberichte von Christoph Jablonowski)

Zweete: Auswätssieg in Hohenleipisch

Ebenfalls Auswärts trat unser Team am 7.12. beim Hohenleipischer SV Lok an. Hier konnten Leon Sasse, Thomas Hahn und Joshua Grübnau ihre Partien gewinnen, so dass die Niederlage von Tino Marwitz an Brett 4 mehr als kompensiert werden konnte. Am Ende lautete das Ergebnis 3:5 für Nulldrei, womit sich unser Team auf punktgleich hinter dem führenden Potsdamer SV Mitte auf Tabellenplatz 2 (von 10) wiederfand!

Dritte: „Grauen in Nauen“…

…war das Motto beim Auswärtsspiel in der Regionalliga Nord. Lediglich Siegfried Steppan konnte durch ein Remis verhindern, dass der SV Hellas Nauen III alle Partien gewann. Mit einem 7.5:0.5 liegt unser Team derzeit auf dem letzten Tabellenplatz.

20251207

Schachaufgabe:

Beim Auswärtsspiel in Nauen spielte der Gegner von Tobias Schimmelpfennig (Schwarz) mit Weiß 40. Ka7 mit der Absicht seinen Freibauern beim vorrücken auf der B-Linie zu unterstützen. Tobias, schon seit einigen Zügen in Zeitnot spielte … Kc7 und verlor später die Partie. Welcher Zug wäre hätte einen entscheidenden Materialvorteil und später wohl auch den Gewinn der Partie gebracht?

Schachaufgabe Tobias

Lösung: 40. … Sc6+! Durch die Springergabel muss der weiße König das Schach verlassen und der Bauer auf b4 geht verloren. Nun steht einem Vormarsch des schwarzen e-Bauern nicht mehr viel im Wege. Oder doch?

Turnierkalender:

  • 19.12.: Kinder- und Jugendturnier im Schnellschach in der Grundschule am Priesterweg
  • 23.12.: Schnellschach unterm Weihnachtsbaum im Karli
  • 27.12. bis 30.12.: 38. Potsdamer Weihnachtsopen im Karli
  • 30.12.: Jahresabschlussblitzturnier im Karli

Dieser Beitrag erschien auch im Stadionheft zur Fußballpartie gegen den ZFC Meuselwitz am12.12.2025

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