Quali zur Amateurmeisterschaft in Hannover

Quali zur Amateurmeisterschaft in Hannover

Für die Qualifikation zur Deutschen Amateurmeisterschaft hat es Joshua, Fabian, Lukas, Leon und Ronny von der brandenburgischen in die niedersächsische Landeshauptstadt verschlagen.

Für Vielspieler wurde bereits am Anreisetag ein Blitz veranstaltet. Hier wartete für Leon bereits das erste Highlight. Nach starken 3 aus 4, durfte sich Leon mit WGM Melanie Lubbe (Stand Nov. 2025 130 Länderspiele) messen und mit einem Remis behaupten. Am Ende reichte es zu 3,5 Punkten aus 7 Partien mit Platz 56 von 119 Teilnehmern.

Lukas schaffte ebenfalls 3,5 Punkte aus 7 Partien mit Platz 64. Zudem erreichte Joshua 2 Punkte.

Gruppe B (1901-2100 TWZ) mit Leon

Nach diesem Warmup ging es am nächsten Tag ins Hauptturnier. In Gruppe B begann dies für Leon durchaus vielversprechend mit 1,5 aus 2. Leider ging es an Tag 2 nicht so gut weiter. In Runde 3 fand er nach einer schlechten Eröffnung, in welcher er einen Bauern verlor, nicht den möglichen Weg zum Remis und wickelte stattdessen in ein verlorenes Bauernendspiel ab. Runde 4 hatte er dann Chancen auf den Sieg, jedoch fand er nicht die Gewinnidee und es reichte nur zum Remis. Die letzte Partie verlief durch die Wahl der Eröffnung mit Weiß des Gegners ebenfalls versöhnlich und Leon beendete das Turnier mit 2,5 aus 5.

Gruppe C (1751-1900 TWZ) mit Lukas, Joshua, Fabian

Joshua war bei der Anmeldung noch etwas unentschlossen ob der Zugehörigkeit zu Gruppe C oder der etwas schwächeren Gruppe D. Aber mit 6 Siegen aus 6 Spielen in der Landesklasse entschied sich unser hochambitionierter Newcomer konsequenterweise für die Gruppe C. Und mit aller Leichtigkeit starte Joshua am Tag 1 gleich mit 2 Siegen perfekt. Jetzt kam sogar der Wunsch zur Qualifikation auf. Hierzu nötig war eine Platzierung in der Top 7 in der aus 116 Teilnehmern bestehenden Gruppe. Auch in Partie 3 hatte Joshua bereits einen Vorteil herausgespielt. Doch dabei blieb es und so endete das Turnier mit 2 aus 5 und dem 72. Platz. Aber auch dieser liegt bereits über der Erwartung aus der Teilnehmerliste (Nr. 84), sofern die Vorergebnisse aus der Landesklasse unberücksichtigt bleiben. Joshua wird sich davon nicht unterkriegen lassen und greift bereits im April in Pilsen beim nächsten Schachturnier an.

Für Lukas startete das Turnier denkbar ungünstig. Gerade so in der Setzliste hatte er es mit Schwarz gegen eine junge Spielerin zu tun. Lukas hatte sich eine kleine positionelle Schwäche in der Eröffnung eingehandelt, auf die konsequent der Druck erhöht wurde. Am Ende verlor Lukas die Partie. Von da an hatte es Lukas jeweils mit minimal schwächeren Gegnern zu tun und musste sich zum Sieg quälen. Dies gelang ihm nur einmal bei 3 weiteren Remis. So schloss er das Turnier mit 2,5 aus 5 zwar vor Joshua ab, wird aber wohl ein DWZ-Minus in Kauf nehmen müssen.

Noch schlechter lief es für Fabian. Er startete mit 2 Niederlagen am Tag 1. Am 2. Tag kämpfte er sich ins Turnier zurück mit 1,5 aus 2 gegen nominell stärkere Gegner. Für einen versöhnlichen Turnierverlauf musste daher am 3. Tag noch ein Sieg folgen. Die Voraussetzungen waren ungünstig – Schwarz und nominell starker Gegner. Am Ende blieb es bei 1,5 aus 5 mit Platz 99 (Nr. 92).

Gruppe D (1601-1750 TWZ) mit Ronny

Aufgrund der bisherigen Saisonleistungen hatte sich Ronny mit einer DWZ von 1599 bereits aus der Gruppe gespielt. Entsprechend waren 5 stärkere Gegner zu erwarten – am Ende Durchschnitt 1689 DWZ. Am Tag 1 gelang der Auftakt mit 2 Remis durchaus positiv. Dem folgten am 2. Tag völlig überraschend 2 Siege.

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Hier der finale Fehler des Weißen Gegners (Auflösung am Ende des Artikels).

Insbesondere die inzwischen 4. Partie wurde in der abendlichen Analysebesprechung als überaus lehrreich zur erneuten Vorstellung ins nächste Training gewünscht.  

Durch den Zwischenstand mit 3 aus 4 war die Qualifikation am letzten Tag möglich aber unwahrscheinlich. Mit Platz 20 nach 4 Spielen musste zwingend ein Sieg gelingen und gleichzeitig mussten die bisherigen Gegner die Buchholzwertung befördern. Wie sich am Ende herausstellen sollte hätte der Sieg zu Platz 8 gereicht, dieser auch zur Qualifikation, weil bereits ein vorqualifizierter Teilnehmer in der Top 7 abschloss.

Tatsächlich hatte Ronny mit Weiß den Gegner auch völlig überspielt. Die Analyse zeigte, dass zahlreiche durchaus schwer ersichtliche Gewinnwege die Entscheidung herbeigeführt hätten. Der Gegner wusste sich nur durch ein nicht erzwungenes Springeropfer zu helfen, um den Druck aus der Stellung zu nehmen. Leider konnte Ronny mit der dadurch neu entstandenen Spielsituation nicht so umgehen, dass es zum Sieg gereicht hat. Mit Remis und trotzdem toller Turnierleistung von 3,5 aus 5 wurde Platz 19 in der mit 126 Teilnehmern größten Gruppe erreicht.

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Lösung: Scb4 (bester Zug), ebenfalls möglich Sdb4 –> fängt jeweils die weiße Dame


Dieser Beitrag erschien auch im Stadionheft zur Fußballpartie gegen den BFC Dynamo am 01.04.2026

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